Meine Philosophie

Kurze persönliche Geschichte -
Wie ich zu meinem "Drei-Phasen-Programm" bei Brustkrebs kam

Ich hatte im Jahre 2002 über IPT erfahren und im Jahre 2003 das Verfahren erlernt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zahlreiche Krebspatienten, denen ich ungenügend helfen konnte, so dass ich gezwungen war, mich nach neuen Therapien umzusehen.

Von der Ausbildung zurückgekehrt wandte ich IPT an meinen Patienten an und entdeckte zu meinem Erstaunen, dass Brustkrebs nur so dahin schmolz. Ich war fasziniert.
Danach gewöhnte ich mich daran, musste aber erkennen, dass die Erfolge manchmal nicht mehr so durchschlagend waren. Warum war das so?
Im Jahre 2005 erfuhr ich über eine interne Erhebung unter uns IPT-Ärzten (hauptsächlich im Amerikanischen Raum), die ergab, dass sie nur 30% von beginnendem Brustkrebs zu einem kompletten Verschwinden bringen konnten. Dies stimmte nicht mit meinen Erfahrungen überein, auch nicht mit denen des Dr. Garcia und seinen Vorfahren. Sie waren - so wie ich - wesentlich erfolgreicher bei beginnendem Brustkrebs. - Was steckte da dahinter?

Ich fuhr wiederholt zu Fortbildungen nach den USA und lernte vieles dazu. Je mehr Fortbildung ich machte und je mehr ich mich mit Kollegen unterhielt, umso mehr lernte ich. Das war zunächst sehr wichtig, aber noch nicht alles.
Durch meine anfänglichen Erfolge hatte ich nämlich übersehen, dass ich an meinen ersten Patienten ja zuvor meine eigenen - mehr naturmedizinischen - Verfahren schon angewandt hatte und dass diese Patientinnen daher in einem besseren Zustand waren als "normale Patientinnen". Mir wurde klar, dass die anfänglichen (besonders guten) Erfolge aufgrund der Kombination dieser Verfahren zustande gekommen sein mussten. Die meisten amerikanischen Ärzte hatten nur die IPT gelernt - und das vielleicht auch nur grundsätzlich und nicht mit all dem notwendigen Wissen und den zusätzlichen Fortbildungen und Bausteinen, die man zur optimalen Brustkrebsbehandlung benötigen würde ...

Also kehre ich dazu zurück, vor und während der IPT jene heilkundlichen Verfahren anzuwenden, die ich vor meiner Ausbildung zum IPT-Arzt angewandt hatte. Erst rückblickend erkannte ich, wie die Erfolgszahlen wieder stiegen und ich sah, wie Brustkrebs ähnlich wie am Anfang reagierte. - Man wird ja selbst etwas betriebsblind, aber eines Tages fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Man muss eine Person zuerst "gesund" machen und sie sozusagen "als gesunde" behandeln, wenn man einen wirklichen Heilerfolg erzielen will.

Als Resümee daraus ergibt sich, dass es weiterhin das ärztliche Geschick ist, welches gute Ergebnisse hervorbringt. Es ist nicht das mechanische Abspulen eines erlernten Verfahrens, sondern es ist das grundlegende Verstehen, wie ein Organismus funktioniert, sowie das folgerichtige Handeln, das sich daraus ergibt.
Dies ist der Hintergrund für meine Drei-Phasen-Therapie bei Brustkrebs. Die IPT alleine leistet bereits gute Dienste, aber wenn man wirklich exzellente Resultate erreichen möchte, kommt es auf viele weitere Dinge an.
Auch wenn Brustkrebs in den meisten Fällen vornehmlich eine Erkrankung ist, welche auf Gründe zurückgeführt werden kann, die sich im Leben der Patientin abgespielt haben, so muss eine körperliche Heilung offenbar dennoch weiterhin auf den Grundregeln der Heilkunde beruhen.

So kam es, dass ich mich auf Brustkrebs spezialisierte. Andere IPT-Kollegen wiederum haben sich auf andere Dinge spezialisiert, weil sie dort gute Therapiekombinationen entdeckt und entwickelt haben. Selbst Ärzte, die viel später IPT gelernt haben als ich und die viel weniger zusätzliche Fortbildung gemacht haben als ich, erzielen bei anderen Erkrankungen deutlich bessere Resultate, als ich es kann.
Dies hat zur Folge, dass ich Patienten mit anderen Krebsarten oder Borelliose zu Kollegen im Europäischen oder gar im US-amerikanischen Raum verweise, welche sich auf die jeweiligen Krankheiten spezialisiert haben, während ich mich als Fachmann für Brustkrebs erachte.

Es ist daher meine Philosophie, dass nur das Beste gut genug ist; aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, nur diejenigen Krankheiten zu behandeln, die ich gut kann (Brustkrebs oder Non-Hodgkin-Lymphom) und Patienten zu akzeptieren, bei welchen ich die bestmöglichen Ergebnisse erzielen kann.

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