Ein Überblick über den Einsatz von IPT bei verschieden Stadien der Erkrankung

Die Behandlung mit IPT ist bei den unterschiedlichen Stadien der Brustkrebs-Erkrankung nicht einheitlich. Es gibt unterschiedliche Strategien, die ein guter IPT-Arzt bedenken muss.

Ich werde im Text jedes Mal den Ausdruck "IPT" verwenden, bitte aber zu bedenken, dass immer auch die geeigneten und notwendigen Zusatzbehandlungen mit einbezogen werden müssen, wie auf der Seite "Unsere Therapie" beschrieben wurde.

A) Der anfängliche Brustkrebs

Heute wird Brustkrebs zumeist in einem beginnenden Stadium entdeckt. Die Tumore sind oft nur einen halben Zentimeter im Durchmesser, wenn sie entdeckt werden, aber natürlich sind sie manchmal auch größer und kommen zur Diagnose, wenn sie etwa 2 - 3 Zentimeter im Durchmesser haben.

Bei kleinem Krebs, so wie er meist zur Erstdiagnose kommt (1 - 3 cm im Durchmesser), kann man sich durch die Anwendung von IPT einen sehr guten Therapieerfolg erwarten. Speziell im Zusammenhang mit der erwähnten Vorbehandlung kann man in den vielen Fällen beobachten, wie der Krebs weg schmilzt und verschwindet. Um dieses Resultat zu erreichen, benötigt man in der Regel 12 - 16 Behandlungen, manchmal etwas mehr. Man sollte - wenn man sich auf diese Behandlung einlässt - genug finanzielle Reserven haben, um es etwas länger durchzuhalten. Es ist nämlich anzuraten, zur Sicherheit einige Behandlungen mehr machen, einfach um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, den Krebs völlig ausgemerzt zu haben.

Es bestehen dann sehr gute Chancen, dass der Krebs nicht mehr wiederkommt. Die Stelle, wo er war, kann gut nachbeobachtet werden.

Ich empfehle generell, zuvor einen Chemotherapie-Sensitivitäts-Test zu machen, denn wenn es nicht ideal läuft, steht man als Arzt irgendwann vor dem Problem, zu welchen Präparaten man wechseln soll; in dieser Situation dient der Test als Entscheidungshilfe.

Beim anfänglichen Brustkrebs ist es von einem gewissen Vorteil, wenn man den Krebs tasten kann. Wenn es nicht ideal läuft, kann man dies erkennen und darauf reagieren. Wenn er während der Behandlung ordnungsgemäß verschwindet, kann man den Therapieerfolg direkt beobachten und sich daher auch ungefähr ausrechnen, wann er auch im nicht erkennbaren Bereich weg sein müsste und wann man daher mit der Behandlung aufhören kann.

Wenn der anfängliche Brustkrebs etwas größer ist, so kann man dennoch IPT versuchen und bei einigem Glück ebenfalls alles erfolgreich abschließen. Sollte es nicht ideal ablaufen, kann man dann den zusammen gezurrten Knoten nun viel leichter weg operieren und einige IPT-Sitzungen nachfolgen lassen, um dadurch einen möglichen Rest zu entfernen. Oder man kann andere Therapiekombinationen anwenden, die von Fall zu Fall eigens bewertet werden müssen.

Lymphknoten-Befall

Meist sind beim beginnenden Brustkrebs auch Lymphknoten befallen, was man entweder bereits tasten kann, oder was man (weil sie noch zu klein sind) erst dadurch herausfindet, dass man sie operiert und danach unter dem Mikroskop untersucht. Was die Behandlung mit IPT betrifft, zählen die Lymphknoten einfach zur Tumormasse und wenn diese (insgesamt) nicht zu groß ist, sollte die Behandlung auch diese Krebs-Absiedlung zerstören.

IPT als "Vorbehandlung"

Für manche Patientin ist es sehr schwer, sich ausdrücklich gegen die "schulmedizinische" Vorgangsweise bzw. gegen eine Operation zu entscheiden. Aber das muss sie nicht:

Auch wenn ich stets (aus rechtlichen Gründen) betone, dass man sich sehr gut informieren und auf dieser Basis dann entscheiden soll, so sehe ich, dass es viele Frauen sich nicht wirklich entscheiden, sondern es zuerst mit unserer Methode versuchen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder der Therapieversuch gelingt wie erwünscht, oder er ist mangelhaft. Im letzteren Fall hat man aber auch einen Vorteil. Es ist zu beobachten, dass sich der Krebs durch die IPT zumindest seine Ausläufer verliert, sich zusammenzieht und somit sehr leicht und gut operierbar geworden ist. Die Gefahr, durch die Operation Krebszellen übrig zu lassen, würde somit stark verringert werden.

So würde man die IPT als eine "Vorbehandlung" zur Operation ansehen, ähnlich wie es heute anerkannt ist, Brustkrebs mit Chemotherapie vor zu behandeln, wenn er zu groß ist. Sollte diese "Vorbehandlung" mit IPT aber alles entfernen, so ist es umso besser.

B) Nach einer Operation

IPT ist auch als "adjuvante" Chemotherapie anwendbar, also als Zusatzbehandlung nach einer Operation. In dieser Situation wird einer Patientin sehr häufig empfohlen, nach brusterhaltender Operation "zur Sicherheit" Chemotherapie zu machen. Eine selbständige Patientin, die dies nicht möchte, kann stattdessen eine IPT machen. Speziell hat sie in dieser Phase etwas mehr Zeit, die von mir so empfohlene Vorbehandlung zu machen (Schritt Eins in unserer Therapieabfolge bei der Behandlung des anfänglichen Brustkrebses), die eine verbessertes Resultat verspricht.

Wenn es mit IPT so oft gut gelingt, einen 1 - 3 cm großen Knoten erfolgreich zu behandeln, so kann man vielleicht mit einigem Recht davon ausgehen, dass es noch leichter ist, einen deutlich kleineren Restkrebs weg zu bekommen, falls die Operation unvollständig gewesen sein sollte. Es soll hier noch einmal darauf hingewiesen werden, dass die IPT von der Theorie her so konstruiert ist, dass sie einen kleinen Krebs "zu Ende zu verfolgen" kann, das heißt, ihm keine Gelegenheit zu geben, sich zwischen den Behandlungen zu erholen. Wie bereits erwähnt, kann man die IPT-Sitzungen deswegen so rasch hinter einander folgen lassen, weil eine Weiterbehandlung in rascher Folge nicht durch Nebenwirkungen behindert wird, wie es bei einer "normalen" Chemotherapie der Fall ist. Die rasche Therapieabfolge ist deswegen günstig, weil sie dem Krebswachstum, nämlich der Wiedervervielfältigungsrate der Krebszelle, besser entspricht.

Bei Behandlungen nach einer Operation sei noch der Umstand erwähnt, dass ein Krebs seltsamerweise etwas schlechter auf chemotherapeutische Substanzen anspricht, wenn davor operiert wurde. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass man jetzt, da kein Krebs mehr tastbar ist, auch nicht beobachten kann, ob die Therapie erfolgreich ist. Daher gefällt mir persönlich die Variante A) am besten.

Wenn man aber schon operiert, ist es nach logischen Kriterien am klügsten, von vornherein weiträumig zu operieren, damit man auf jedwede Nachbehandlung verzichten kann, auch auf IPT. Denn: Wozu denn überhaupt operieren, wenn man nachher dann doch so viele Therapien machen muss, um das Operationsmanko auszugleichen? (Siehe Seite "Schulmedizin")

C) Wenn Krebs nachgewachsen ist (Rezidiv)

Wenn Krebs nach einer Operation in kleinerem Ausmaß wiedergekommen ist und wenn auch dann insgesamt etwas mehr Krebsmasse vorhanden ist, sehe ich die Chancen weiterhin recht positiv, mit IPT eine "komplette Remission" zu erreichen, ähnlich wie bei beginnendem Brustkrebs. Am besten sind die Chancen, wenn diese Patientin zuvor noch keine Chemotherapie bekommen hat.

D) Fortgeschrittene Fälle

In fortgeschrittenen Fällen ist die Lage etwas schwieriger. Die meisten Patientinnen haben dann schon eine etwas größere Tumormasse und haben meist bereits eine oder mehrere Serien von Chemotherapie hinter sich. All das begrenzt die Ansprech- und Heilungs-Chancen durch IPT.

Obwohl wir Fälle gesehen haben, bei welchen der Erfolg sehr gut war, muss man hier dennoch von deutlich verminderten Chancen sprechen.

Das Ziel in solchen Fällen ist es, die Krebsmasse mit anderen Methoden stark zu reduzieren, so dass man sie dann mit IPT unten halten kann. Im Falle von größeren Krebsmassen und wenn noch chemotherapeutische Optionen möglich sind, ist es denkbar, ein bis drei normale Chemotherapien zu machen, um dann auf IPT überzugehen, nachdem es durch die "normale" Chemotherapie gelungen ist, den Krebs deutlich zu reduzieren. Begründung: Die normale Chemotherapie wirkt am Anfang besser als am Ende, ihre Nebenwirkungen sind am Ende stärker als am Anfang. Wenn also (was üblich ist) sechs Chemotherapien vorgesehen sind, kann man also damit rechnen, dass man aus den ersten drei Behandlungen mehr Nutzen als Schaden, bei den letzten drei Behandlungen eher umgekehrt, nämlich mehr Schaden als Nutzen. Im Fall von größerer Krebsmasse ist die hoch dosierte Chemotherapie meist wirkungsvoller, so dass man beide Therapieformen jeweils so einsetzen kann, dass ihre Stärken im Vordergrund stehen, während man ihre Schwächen meidet.

Im Fall von Gehirnmetastasen ist es so, dass fast alle chemotherapeutischen Substanzen nicht durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn gelangen können, sodass man sich in dieser Situation auch von der IPT keinen guten Erfolg erwarten kann. Für diese Fälle ist im Allgemeinen die Bestrahlung die geeignete Behandlung, wenn nicht operiert werden kann.

In den schwereren und fortgeschritteneren Fällen liegt der Vorteil der IPT nicht so sehr an ihrer Fähigkeit, Krebs "bis zu Ende zu verfolgen" und auszumerzen, sondern an den geringen Nebenwirkungen und somit an der Erhaltung einer hohen Lebensqualität, was diese Behandlungsart auszeichnet. Dies hat in der fortgeschrittenen Situation sicher für viele Patienten einen sehr hohen Wert, bisweilen auch bei anderen Krebsarten als dem Brustkrebs. Es gilt ja immerhin als erwiesen, dass eine gewisse Anzahl an Patienten durch die Chemotherapie wegen der oft drastischen Nebenwirkungen mehr Schaden als Nutzen erleidet. Wenigstens diese Nebenwirkungen würde man sich bei der IPT ersparen und die Lebensqualität aufrechterhalten. Realistisch gesehen ist in solchen Fällen das Ziel einer Behandlung ohnehin eine Lebensverlängerung bei hoher Lebensqualität. Dies ist mit IPT sehr gut erreichbar. Wie eigentlich überall in der Medizin sollte auch hier die Regel gelten, dass die Wirksamkeit einer Behandlungsart erhöht und die negativen Wirkungen herabgesetzt werden sollen. Die Nutzen-Schaden-Rechnung soll also möglichst in Richtung des Nutzens verschoben werden. Dieser allgemeingültigen medizinischen Forderung kommt die IPT in hervorragender Weise nach.

Aber es gibt auch Fälle, wo IPT trotz größerer Tumormasse deutlich bessere Erfolge als eine normale Chemotherapie zeigt. Manchmal scheint das Insulin einen exzellenten "Turbo" darzustellen. All das lässt sich leider schwer voraussagen, so dass man vorher nicht sicher sein kann, was das Beste für eine Patientin ist.

Es ist zu betonen, dass die IPT und die Alternative Brustkrebsbehandlung allein aus der Erfahrungsheilkunde entspringt und dass alle meine Ausführungen keine wissenschaftlichen Äußerungen sind - auch wenn sie auf den wissenschaftlichen Untersuchungen (siehe "Studien") beruhen. Die wissenschaftlichen Begründungen sind gefunden worden, um die Mechanismen zu erklären, welche auf langjähriger Erfahrung von Ärzten beruhen.

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